Samstag, 24. Mai 2014

Unterwegs. ..

in Luizenhausen machen wir nach einem langen Marsch entlang der stark befahrenen Bundesstraße 10 Pause und erfrischen uns mit einem Radler. Dann geht es auf die letzten 6 Kilometer nach Temmenhausen. Erst entlang der Landstraße, dann durch ein schönes Waldstück

Freitag, 23. Mai 2014

Irgendwie trifft man sich immer wieder

Überraschend treffen wir kurz vor Lonsee wieder auf  Erich aus Eslarn. Wir gehen noch ein Stück zusammen. Er übernachtet in Lonsee, wir haben noch etwa 10 Kilometer vor uns.

Pilger zwischen Zähringen und Ettlenschieß

Jakobskirche Sontbergen

Gegen 10:30 erreichen wir Sontbergen.  Es ist sehr warm und es geht fast nur bergauf. Die Kapelle mit den Fenstern von Sieger Köder ist sehr sehenswert. Wir genießen die angenehme Kühle dort. 

22. Mai

Um 9:15 setzen wir unsere Pilgerreise fort.  Ziel des heutigen Tages ist Temmenhausen. Vor uns liegen 31 Kilometer. 

Hirsch

Fleißige Pilger verdienen auch ein gutes Abendessen. Ein Spruch besagt: "Ein Pilger soll sich erquicken, wenn er Hunger oder Durst fühlt". Das tun wir auch. Zum Gasthaus Hirsch muss man aber anmerken, dass der Preis für ein Zimmer im Stil der frühen siebziger Jahre (die Einrichtung erinnerte mich an die Wohnung meiner Großeltern anno 1973) je 41 Euro je Person im Doppelzimmer inkl. Frühstück zuviel ist. Identische Leistung und Qualität sowie die Lage waren in Wallhausen 10 Euro günstiger. Außerdem verlangt man im Hirschen 2 Euro WLAN Benutzung (haben wir abgelehnt) und möchte nicht, dass mitgebrachte Speisen und Getränke auf dem Zimmer verzehrt werden. Hallo? Wo gibt's denn sowas! Auch wollte man 5% Gebühr des Übernachtungspreises bei Zahlung mit Kreditkarte. Liebe Pilger, sucht euch nach Möglichkeit eine Alternative.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Gussenstadt

Unsere bislang kürzeste, aber aufgrund des anfangs steilen Aufstiegs nicht minder anspruchsvollen, Etappe führt uns nach 25 Kilometern nach Gussenstadt. Dort übernachten wir im Gasthof Hirsch. Später erfahren wir, dass der örtliche evangelische Pfarrer Pilgern auch eine Übernachtungsmöglichkeit anbietet. Zu diesem Zeitpunkt haben wir es uns aber schon im "Hirschen" gemütlich gemacht.

Patriziuskapelle Böhmenkirch

Nach dem langen Waldstück und einer Pause zieht sich der Weg nun lange auf Asphalt-bergauf-bergab-wegen. Vor Böhmenkirch erreichen wir die Patriziuskapelle. Dort entledigen wir uns kurz unserer Rucksäcke. Es tut gut, diese ab und zu für 5 Minuten abzulegen.

Mitten durch den Wald

Nach dem Bargauer Kreuz geht es sieben Kilometer nur durch den Wald. Eine herrliche Natur. Leider gibt's auf der ganzen Strecke keine einzige Rastmöglickeit.

Endlich oben

Nach eineinviertel Stunden steilem Aufstieg über den Albrand haben wir endlich das Bargauer Kreuz, das den höchsten Punkt markiert, erreicht. Wir befinden uns nun auf über 700 m ü NN. Verdiente Pause um wieder etwas zu Kräften zu kommen

Jakobskirche Bargau

Nach der Besichtigung der Jakobskirche mit Motiven von Sieger Köder starten wir um 9:45 in unsere heutige Etappe. Diese wird uns gleich 300 Höhenmeter bescheren, es erwartet uns mit dem Albaufstieg der steilste Aufstieg der ganzen Pilgertour

Frühstück und Abschied vom Wohnwagen

Nach dem ersten warmen Abendessen sei 17. Mai in einer Pizzeria verbringen wir im Wohnwagen eine erstaunlich gute Nacht. Anna macht uns ein wunderschönes Frühstück.  Auf jedem Teller liegt ein Pilgerbild von Sieger Köder (das Motiv ist aus der Jakobskirche in Bargau) und eine Serviette mit Jakobsmuschel-motiv.Auch sonst lässt nichts zu wünschen übrig.


Frühstück mit Anna und Werner, ein Pilger aus Ditzingen, der auch mit uns im Wohnwagen übernachtet hat.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Pilgerwohnwagen

Nach 31 Kilometern erreichen wir um 18:30 endlich unser Etappenziel.  Der Weg führte heute fast nur auf Asphaltstraßen und ständig bergauf und ab. Dazu sehr heiß, bei Wolfi mit teilweise unerträglichen Knieschmerzen und Roli mit brennenden Fußsohlen. In Beiswang ist die Enttäuschung groß als wir feststellen, dass das Gasthaus dort keine - wie wir irrtümlich geglaubt haben - Fremdenzimmer hat. Wir müssen also nochmal 5 Kilometer bis Bargau draufsatteln. Gottseidank haben wir von Corinna den Tipp mit dem Wohnwagen erhalten, denn das ist die einzige Übernachtungsmöglichkeit in Bargau. Wir rufen an, Gottseidank hat sie noch Platz für zwei müde Pilger. Hinkend erreichen wir später den hof von Anna Barthle. Wir werden mit den Worten von Annas Sohn Tobias empfangen: "Wollt 'r a Bierle?" -  welcher geschundene Pilger kann da "nein" sagen? Dieser herzliche Empfang lässt alle Strapazen dieses Tages, der bisher der Anstrengendste war, vergessen. Wir fühlen uns wie im Paradies.

Corinna

Später gesellt sich auch noch Erich dazu. Corinna gibt uns einen wertvollen Tipp für die Übernachtung in Bargau: den Pilgerwohnwagen bei Anna Barthle. Vielen Dank Corinna!!! Wir werden später feststellen, dass dieser Tipp sehr wertvoll war.

St. Jakobskapelle Klotzhöfe

Könnt ihr euch das vorstellen? Ihr lauft bei 28 grad mit 13 Kilo Gepäck am Buckel und jemand ruft euch zu "Wollt's was Kalt's z'dringe? a Radler oder a Halbe?" Eine Sinnestäuschung? Nein, ein Engel namens Corinna. Sie bewirtschaftet mit ihrem Mann die Pilgerherberge Klotzhöfe, sie haben sich dort ein Paradies geschaffen. 2009 haben sie die schöne Jakobskapelle erbaut. Innen sind die wesentlichen Stationen von den Klotzhöfen bis nach Santiago in Airbrushbildern dargestellt. Die Pause und das Radler tun uns gut. Gestärkt begeben wir uns auf die 18 Kilometer Weg, die noch vor uns liegen.

"Zum leidenden Heiland" in Börrat

In dieser kleinen Kapelle holen wir uns einen Stempel für unseren Pilgerpass

Mittagspause in Hohenstadt

Erich

In Hohenstadt läuft uns auch Erich aus Eslarn im Bayerischen Wald wieder über den Weg. Wir haben uns in Wallhausen zum ersten Mal getroffen, er ist auch Jakobsplilger und auf dem Weg nach Ulm. Immer wieder kreuzen sich unsere Wege

Hohenstadt

Nach einem brutal steilen Aufstieg, der uns erneut mit den schweren Rucksäcken alles abverlangt, erreichen wir Hohenstadt. Eigentlich wollen wir uns in der Kühle der barocken Wallfahrtskirche "Mariä Opferung" etwas erholen, jedoch verweilen wir dort nicht lange, da die Orgel saniert wird und ein unerträglicher Lärm von Staubsaugern jegliche Besinnung und Andacht  zunichte macht.

Verschlossen

Wir haben uns den steilen Anstieg zur Kapelle hoschgeschleppt, doch nun ist die Enttäuschung groß:  Die Jakobskapelle ist verschlossen. Die Nachbarin, bei der man den Schlüssel holen kann, ist nicht da und bei der angegebenen Telefonnummer, unter der man auch jemanden mit Schlüssel kontaktieren kann, ist ebenfalls niemand erreichbar. So bleibt uns hier ein Stempel für den Pilgerpass verwehrt. Allerdings lassen wir einen Zettel im dortigen Briefkasten, auf dem wir unseren Unmut kundtun!
Wöllsteiner Jakobskapelle mit dem Bild vom sog. "Hühnerwunder von St. Domingo", einem Bild von Sieger Köder

Bis nach Santiago...

Hinter dem Ort Wöllstein zeigt ein Wegweiser, wie weit es noch bis zum Endziel ist. Danach folgt ein steiler Aufstieg zur Jakobskapelle
 

 
Direkt neben dem Wegweister steht ein Eisenkreuz von Sieger Köder

20. Mai

In diesem schönen Haus haben wir übernachtet und sind von Frau Oker sehr freundlich bewirtet worden. Heute haben wir wieder um die 30 Kilometer vor uns. Wie heißt es bei Xavier Naidoo: "Dieser Weg wird kein Leichter sein". Es erwarten uns viele asphaltierte Wege und viele Auf- und Abstiege. Außerdem soll es heute richtig warm werden.

Montag, 19. Mai 2014

Jeden Abend waschen wir unsere Wäsche.

Wie weit ist es noch?

Dieser Wegweiser zeigt uns die Tage an, die wir bis zu den einzelnen Zielen unterwegs sind, bzw. wären

Ende des dritten Tages

Nach 28 Kilometern haben wir unser Ziel erreicht und nächtigen bei Fam. Oker in Pommertsweiler.  Die einzige Wirtschaft am Ort hat heute Ruhetag, aber Frau Oker macht uns zum Abendessen eine kalte Platte, die keine Wünsche offen lässt. Wir haben den dritten Tag gut überstanden. Leider haben sich ein paar Blasen nicht vermeiden lassen. Schmerzen an Knie und Knöchel haben auch ihr übriges dazu getan. Beide haben wir jeder heute 3 Liter Wasser durch den Körper laufen lassen. Morgen erwartet uns eine knackige Etappe mit vielen Höhenunterschieden. Außerdem soll es sehr warm werden. Mal sehen, wie wir das packen.

Noch ein Päuschen

Nach vielen Auf- und Abstiegen machen wir etwa 5 Kilometer vor dem Ziel an der Kapelle "Maria am Weg" nochmal eine kurze Pause. Bei dieser Gelegenheit machen wir auch telefonisch unsere Unterkunft klar

Hohenberg

Der steile Anstieg zur Jakobskirche am Hohenberg verlangt uns einiges ab. Wir sind ziemlich fertig, als wir oben sind und machen eine verdiente Pause. Man hat einen herrlichen Blick über die ganze Umgebung. Die Kirche hat eine sehr angenehme Atmosphäre, die durch die wunderschönen Glasfenster von dem Künstlerpfarrer Sieger Köder hervorgerufen wird. Es ist völlig ruhig und wir sind die Einzigen dort. Nach einer Stunde Rast setzen wir unseren Weg fort

Ein Jakobspilgerbrunnen in Rosenberg

Dem ist nichts hinzuzufügen

Der Weg führt uns durch idyllische Landschaften

Fleckenbacher Sägmühle

Erfrischung in der Mittagshitze

19. Mai

Nach einem gemütlichen Frühstück mit Heinrich setzen wir um 9:30 unsere Pilgerreise fort. Heute erwarten uns etwa 28 Kilometer mit rund 370 höhenmetern. Das Wetter ist sonnig und sehr warm. Das Ziel heißt Pommertsweiler

Fazit des zweiten Tages

Es war von der Anzahl der Kilometer wieder ähnlich wie am Vortag.  Allerdings hatten wir mehrere Höhenunterschiede zu bewältigen und auch der Vortrag saß noch in den Knochen.  Wir haben viele tolle Leute getroffen und viel Interessantes erlebt. Zum Schluss hatten wir beide dann schon etwas genug.  Es ging auf Asphaltstraßen
permanent bergauf,  teilweise schmerzten Knie und Knöchel und wir sehnten die Unterkunft herbei. Dafür wurden wir wirklich mit einem sehr lustigen Abend mit Heinrich dem Töpfer belohnt.  Die morgige Etappe wird nur 26 Kilometer lang.

Sonntag, 18. Mai 2014

Ausklang

Zusammen mit Heinrich dem Töpfer sitzen wir zusammen draußen und haben bei zwei Bieren eine lustige Unterhaltung. Heinrich ist ein absolutes Original und Lebenskünstler

Gründelhardt

Um 18:15 erreichen wir unser heutiges Etappenziel. Nach 31 Kilometern mit viel auf und ab sind wir doch ziemlich geschafft. Wir finden bei Heinrich dem Töpfer eine wirklich originelle Unterkunft und können uns von den Strapazen etwas erholen. Einen Gasthof gibt es in Gründelhardt leider nicht, wir haben aber genug Proviant dabei, sodass wir nicht verhungern müssen.

Burgberg

Nach crailsheim geht es fast eineinhalb Stunden nur bergauf. Die letzten 500 meter sind sehr steil und verlangen uns mit den schweren Rucksäcken einiges ab. Oben ist ein schöner Biergarten in dem wir uns mit Weizen und Radler belohnen.  Es liegen noch acht Kilometer vor uns.

Crailsheim

Gegen 13:00 kommen wir in Crailsheim an und haben mit 17 Kilometern etwas mehr als die Hälfte geschafft. An der Kirche "St Johannes der Täufer" machen wir Mittagspause. 
St. Johannes

Jagsttal

Das wildromantische Jagsttal stellt ein absolut landschaftliches Highlight dar und ist das schönste Wegstück überhaupt seit Nürnberg.  Hier sind wir an einer Holzbrücke an der ehemaligen Heinzenmühle

Anhäuser Mauer

Unser Weg führt uns an einer ehemaligen Klosteranlage vorbei, die 1700 zerstört wurde. Nur noch eine Mauer des gotischen Chores ist übrig geblieben

18. Mai 2014

Nach einer angenehmen Nacht und einem passablen Frühstück im Schwarzen Adler gehen wir um 9:15 wieder auf die Piste. Vor uns liegen 31 Kilometer inklusive 4 Kilometer durch Crailsheim
Schwarzer Adler in Wallhausen - außen etwas grau, aber sehr freundliche Bedienung und gutes Essen

Samstag, 17. Mai 2014

Fazit des 1. Tages

Die 31 Kilometer des ersten Tages haben wir ganz gut überstanden. Allerdings ist das Gewicht der Rucksäcke nicht zu unterschätzen, wie die Striemen später am Rücken zeigen werden. Nach einem leckeren Abendessen mit dem sehr netten Pilgerkollegen Detlev aus Waldaschaff, der mit 70 Jahren zu Fuß auf dem Weg nach Rom ist, sind wir nun sehr relaxt und freuen uns auf den morgigen Pilgertag.

Bald ist es geschafft

Der Weg führt uns weiter nach Reubach, wo wir wegen einer Probe zur Konfirmation nicht willkommen sind und aus der Kirche komplimentiert werden. Haben die was zu verbergen? Umso besser werden die Pilger in der Jakobskirche in Schainbach behandelt: für sie steht im Altarraum ein Kasten Mineralwasser bereit. Dort holen wir uns auch unseren nächsten Stempel. Um 18 Uhr erreichen wir Wallhausen, wo wir im Gasthof "Schwarzer Adler" logieren
Jakobskirche Schainbach
Pilger Wolfi in Reubach

Weiter geht's

Durch das romantische Schandtaubertal erreichen wir Bettenfeld. Die Kirche St. Wendelin hat leider zu. Weiter geht's durch Wald und Flur bis Hausen am Bach. Dort machen wir gegen 13:15 Mittagspause. Danach besichtigen wir die Kirche st. Magdalena.  Dort gibt es den dritten Stempel des Tages.

Start in Rothenburg

Um 9:00 geht es los. Mit jeweils knapp 15 kilo Gewicht am Rücken.  Da muss man sich erst mal dran gewöhnen. Nachdem wir uns in der Jakobskirche unseren Stempel geholt haben verlassen wir Rothenburg und wanderten Richtung Bettenfeld

Dienstag, 13. Mai 2014

Abschlussbesprechung

Heute war die letzte Besprechung, bevor es nun am Samstag endlich "richtig" los geht. 93 km sind wir in drei Etappen schon gelaufen. Übernachtet haben wir aber immer zu Hause. Nun wird es spannend, eine Unterkunft für die Nacht zu bekommen. Zu Fuß sind wir ja nicht so mobil, dass wir einfach mal schnell 4 oder 5 km in die nächste Ortschaft weiter laufen, wie z.B. mit einem Fahrrad. Wir werden es sehen.

Die Ausrüstungslisten sind wir nochmals durchgegangen. Welche Kleidung nehmen wir mit? Die Wettervorhersage sieht eigentlich recht gut aus, optimales Wanderwetter.

Auf den Smartphones wurde eine Blogger-App installiert und gleich auch mal getestet. Funktioniert, wie man sieht. Es lebe die Technik.

Wir versuchen, am Freitag Abend noch einen Pilgersegen von unserem Pater Adam zu bekommen. Samstag geht es dann um 8.00 Uhr los. Unsere Frauen fahren uns mit dem Auto nach Rothenburg. So sparen wir uns schon mal eine Stunde Anfahrt. Zunächst wollen wir noch die Kirche St. Jakobus besichtigen, die bei unserer letzten Ankunft schon geschlossen war. Der Pilgerstempel fehlt und ja auch noch.

Danach starten wir Richtung Wallhausen, etwa 28 km. Sollte eigentlich kein Problem werden. Alles weitere dann von unterwegs ...

Ultreya e suseya
Wolfi  (Testfoto mit der Blogger-App)

Angekommen

Nach zwei Stunden Flug sind wir sicher in Frankfurt gelandet. Hier ist unsere Pilgerreise nun vorbei. Es geht jetzt noch mit dem Auto vom Fr...