Nach zwölf Kilometern erreichen wir den Wallfahrtsort Steinhausen. Nach Besichtigung der sehr schönen Barockkirche machen wir Mittagspause. Wir haben noch 23 km vor uns.
Wir pilgern in Etappen nach Santiago de Compostela und starteten 2014 zuhause in Nürnberg. Von dort aus ging über Ulm nach Konstanz, 2015 von dort bis Genf. 2016 ging es nach Le Puy und 2017 bis nach Moissac. 2018 nach Pamplona, 2019 setzten wir unseren Weg bis Leon fort und wollten 2020 in Santiago ankommen, doch Corona machte uns einen Strich durch die Rechnung. Nach zwei Jahren Verzögerung brechen wir im Mai 2022 zur letzten Etappe auf. In diesem Blog sind alle unsere Erlebnisse nachzulesen.
Montag, 20. Oktober 2014
St. Peter und Paul in Steinhausen
Die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau und Pfarrkirche St. Peter und Paul ist eine Barockkirche, die von 1728 bis 1733 errichtet wurde. Geplant, erbaut und stuckiert von Dominikus Zimmermann, mit kunsthistorisch bedeutenden Deckenfresken ausgestattet durch dessen älteren Bruder Johann Baptist Zimmermann. Beide haben auch die berühmte Wieskirche geplant und gebaut. Die Kirche ist seit 1865 auch Pfarrkirche und wird oft als „schönste Dorfkirche der Welt“ bezeichnet.
Stadtkirche St. Martinus und Maria in Biberach
Die Kirche St. Martinus und Maria, meist nur „St. Martin“ genannt, ist die Stadtpfarrkirche von Biberach. Es handelt sich um eine Simultankirche, die von der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde genutzt wird.
Um 1100 wurde dann eine romanische Kirche errichtet und zwischen 1320 und 1370 durch eine gotische Basilika ersetzt. Die an den Chor angrenzenden Kapellen und dessen Einwölbung stammen aus dem 15. Jahrhundert. Mit dem Bau des Chores wurde zwischen 1320 und 1330 begonnen. Das Dachgebälk über dem Chor wurde um 1337/1338 gezimmert, das über dem Schiff um 1365/66. Es entstand eine gotische Basilika mit drei Schiffen. Im 15. Jahrhundert wurden an den Chor eine Sakristei und zwei Nebenkapellen angebaut.
Um 1100 wurde dann eine romanische Kirche errichtet und zwischen 1320 und 1370 durch eine gotische Basilika ersetzt. Die an den Chor angrenzenden Kapellen und dessen Einwölbung stammen aus dem 15. Jahrhundert. Mit dem Bau des Chores wurde zwischen 1320 und 1330 begonnen. Das Dachgebälk über dem Chor wurde um 1337/1338 gezimmert, das über dem Schiff um 1365/66. Es entstand eine gotische Basilika mit drei Schiffen. Im 15. Jahrhundert wurden an den Chor eine Sakristei und zwei Nebenkapellen angebaut.
Biberach
Um 8 Uhr 45 machen wir uns auf den Weg von Mettenberg nach Biberach. Dort besichtigen wir Stadtpfarrkirche. Sie ist simultan und wird seit 1548 von katholischen und evangelischen Christen gleichermaßen genutzt. Um 10 Uhr 30 brechen wir auf zu unserem nächsten Ziel nach Steinhausen.
Sonntag, 19. Oktober 2014
Angela = Engel
Wir fragten eine Frau, die mit ihrem Hund spazieren ging, ob es in Mettenberg eine Übernachtungsmöglichkeit gibt. Sie verneinte und bot uns an uns nach Biberach zu fahren. Leider gab es dort keine Übernachtungsmöglichkeit, die für uns gepasst hätte. Deshalb bot uns Angela an, einfach bei ihr im Haus zu übernachten. Das nahmen wir gerne an. Wir glauben, das hat der heilige Jakobus so gewollt, denn wir waren nach über 30 Kilometern schon ziemlich KO. Noch einmal vielen lieben Dank an Angela, das war ein beeindruckendes Erlebnis.
Zusammenfassung vom zweiten Tag
Der Tag begann 7 Uhr 50 mit einem Morgengebet. Um 8 Uhr waren wir beim Frühstück. Kurz nach neun Uhr machten wir uns auf den Weg. Heute hatten wir 34 Kilometer vor uns bis nach Biberach. Im Nebel ging es los. Nach etwa einer Stunde erreichten wir Risstissen. Der Nebel hatte sich inzwischen aufgelöst. Weiter ging es nach Untersulmetingen. In Obersulmettingen machten wir unsere Mittagspause. Weiter ging es nach Schemmerberg. Dort hatten wir etwa die Hälfte unserer heutigen Etappe geschafft. In der nächsten Ortschaft Äpfingen machten wir eine kurze Rast und könnten uns im sonnigen Biergarten ein Radler. Noch hatten wir elf Kilometer zu gehen. Endlich war der Weg Wetter nicht mehr asphaltiert, sondern es ging auf Waldwegen nach Laupertshausen. Die Sonne stand schon tief und wir hatten noch sieben Kilometer bis Biberach. In Mettenberg fragten wir eine Frau eine Unterkunft. Nachdem es dort keine Unterkunft gab, wollte sie uns nach Biberach fahren. Telefonisch konnten wir allerdings keine kostengünstige Unterkunft erreichen. Daraufhin bot sie uns an bei ihr im Gästezimmer zu übernachten. Wir nahmen in dieses Angebot dankbar an. Zum Abendessen fuhr Sie uns nach Biberach, wo wir griechisch essen gingen. Gegen 21 Uhr 15 ging es zurück nach Mettenberg. Nach einem kurzen Pläuschchen gingen wir zu Bett. Wir sind etwa 31 Kilometer gelaufen, das Wetter war wieder hervorragend.
Jakobskirche Laupertshausen
In dieser schönen Barockkirche machen wir Pause. Die 28 Kilometer, die wir bis dahin gelaufen waren, sitzen uns schon etwas in den Knochen und wir haben eigentlich noch 7 Kilometer vor uns. Wir beschließen, nur noch bis Mettenberg zu laufen und dort zu übernachten. Laut Führer gibt's dort ein Gasthaus.
Ein Radler im Adler
Es ist sehr warm und der Weg führt fast nur auf Asphaltwegen. Etwas erschöpft gönnen wir uns in Äpfingen im Gasthaus Adler ein Päuschen und belohnen uns mit einem zischenden Radler. Bis zum Ende dieser Tagesetappe liegen noch 9 Kilometer vor uns.
Mittagspause in Obersulmetingen
Am Ortsende ist ein schöner Rastplatz mit einem Pilger-Gedenkstein. Das bietet sich an für eine längere Mittagspause, in der man sich auch mal von den Schuhen befreien kann.
Graue Nebel steigen auf...
Die ersten Kilometer bis Rißtissen führt uns der Weg durch dichten Nebel im Donautal. Das Gute daran ist: wir sehen die laaaaange gerade Straße nicht. Später reißt der Himmel auf und es wird ein herrlicher Tag.
Aufbruch am 19.10.
Nach einer Morgenandacht und einen gemütlichen Frühstück mit den Damen aus Göppingen machen wir uns um 9:09 h weiter auf dem Weg. Wie gestern Vormittag ist es sehr neblig.
Samstag, 18. Oktober 2014
Zusammenfassung erster Tag
1. Tag Nachdem die Bahn streikte mussten, wir mit dem Auto nach Ulm fahren. Um 8 Uhr ging es in Nürnberg los, kurz vor zehn waren wir in Ulm. Um 10 Uhr machten wir uns auf den Weg. Wir gingen nach Grimmelfingen. In der Jakobuskirche holten wir in unseren ersten Stempel. Danach ging es weiter über Einsingen nach Erbach. Am Ortsanfang von Erbach vesperten wir zu Mittag. Es war etwa 13 Uhr. Weiter ging es zum Schloss Erbach und zur Martinuskirche. Dort nahmen wir an einem Gottesdienst teil. Über die Maria Hilf Kapelle und Donaurieden mit der Kirche Sankt Michael kamen wir nach Oberdischingen um 16 Uhr 15. Wir bezogen unser Zimmer und um 19 Uhr gab es das Abendessen. Es gab einen leckeren Erbseneintopf und Würstchen. Außer uns waren noch 5 Pilgerinnen anwesend. Nach dem Abendessen unterhielten wir uns noch etwas im Aufenthaltsraum. Um 21 Uhr 30 gingen wir zu Bett. Insgesamt waren wir etwa 22 Kilometer bei schönstem Wetter unterwegs.
Cursillo- Haus in Oberdischingen
Nach gut sechseinhalb Stunden sind wir in Oberdischingen angekommen und haben schon unser Zimmer in der Pilgerherberge bezogen.
Das im Jahre 1794 neben der Wallfahrtskirche "Zur Heiligsten Dreifaltigkeit" errichtete Gebäude kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken: Franziskanerkloster, Mietshaus, seit 1974 "Cursillo-Haus".
Das im Jahre 1794 neben der Wallfahrtskirche "Zur Heiligsten Dreifaltigkeit" errichtete Gebäude kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken: Franziskanerkloster, Mietshaus, seit 1974 "Cursillo-Haus".
Ankunft im Cursillohaus in Oberdischingen
Gegen 16 Uhr erreichen wir unser Etappenziel. Nachdem wir auf der Sonnenterrasse in Ruhe zwei Bierchen getrunken haben, sitzen wir gemütlich mit einer Gruppe von fünf Damen beim Abendessen. Es gibt einen leckeren Bohneneintopf mit Würstchen. Die Damen aus Göppingen machen eine 2-Tagespilger-Tour und übernachten hier. Unser erster Tag endet ohne größere Schmerzen. Mal sehen, was morgen passiert, geplant ist eine Etappe mit 34 Kilometern bis Biberach.
St Martin in Erbach
Kurzes Innehalten in der Martinuskirche. Es findet gerade ein Kindergottesdienst statt. Passend zu uns wird das Lied "Führ uns auf unseren Wegen" gesungen.
Die Kirche St. Martinus wurde erstmals 1275 im Konstanzer Zehntbuch urkundlich erwähnt. Sie war eine der ersten Pfarreien der Gegend. 1765 wurde sie wegen Baufälligkeit abgerissen, doch bereits 1767 begann man einen Neubau, finanziert durch die Spende von 28.000 Gulden der beiden Freiinnen Beata und Viktoria von Ulm-Erbach, die dafür fast ihr gesamtes Vermögen einbrachten. 1769 war der Bau mit dem Aufsetzen der Haube auf den 48 Meter hohen Turm fertiggestellt.
Mittagsrast in Erbach
Nach 11 Kilometern gemütlicher Wanderung gönnen wir uns eine kleine Rast. Bis zum Ende unseres heutigen Etappenziels in Oberdischingen sind es noch 10 Kilometer.
Jakobuskirche in Grimmelfingen
Um 11 Uhr 20 holen wir uns in der Jakobuskirche unseren ersten Pilgerstempel.
Die Kirche in Grimmelfingen ist 1356 als Kirche der Jungfrau Maria und Jakobus d.Ä. geweiht, ab 1470 auch St. Nikolaus. Die im Kern noch alte Kirche des 14. Jahrhunderts wurde mehrfach verändert, umgebaut und 1701 erweitert. 1961 wurde sie renoviert.
Die Kirche in Grimmelfingen ist 1356 als Kirche der Jungfrau Maria und Jakobus d.Ä. geweiht, ab 1470 auch St. Nikolaus. Die im Kern noch alte Kirche des 14. Jahrhunderts wurde mehrfach verändert, umgebaut und 1701 erweitert. 1961 wurde sie renoviert.
Gerd Walter Linde
Nach etwa einer Stunde machten wir die erste Rast an der Gerhard Walter Linde. Eigentlich sollte man von hier einen guten Ausblick haben, wir standen jedoch im Nebel.
Benannt wurde der Baum nach dem Naturschützer Gerd Walter aus Ulm. Er pflanzte 1950 den Lindenbaum auf dem Hochsträß, nachdem er aus dem 2. Weltkrieg zurückgekehrt war. Gekauft hatte Walter den Jungbaum mit gesammelten 50 Pfennig Münzen. Auf diesen ist eine kniende Frau dargestellt, die einen (Eichen-)Baum pflanzt, was ein Symbol für den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg darstellt.
Benannt wurde der Baum nach dem Naturschützer Gerd Walter aus Ulm. Er pflanzte 1950 den Lindenbaum auf dem Hochsträß, nachdem er aus dem 2. Weltkrieg zurückgekehrt war. Gekauft hatte Walter den Jungbaum mit gesammelten 50 Pfennig Münzen. Auf diesen ist eine kniende Frau dargestellt, die einen (Eichen-)Baum pflanzt, was ein Symbol für den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg darstellt.
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