Wir pilgern in Etappen nach Santiago de Compostela und starteten 2014 zuhause in Nürnberg. Von dort aus ging über Ulm nach Konstanz, 2015 von dort bis Genf. 2016 ging es nach Le Puy und 2017 bis nach Moissac. 2018 nach Pamplona, 2019 setzten wir unseren Weg bis Leon fort und wollten 2020 in Santiago ankommen, doch Corona machte uns einen Strich durch die Rechnung. Nach zwei Jahren Verzögerung brechen wir im Mai 2022 zur letzten Etappe auf. In diesem Blog sind alle unsere Erlebnisse nachzulesen.
Montag, 19. Mai 2014
19. Mai
Fazit des zweiten Tages
permanent bergauf, teilweise schmerzten Knie und Knöchel und wir sehnten die Unterkunft herbei. Dafür wurden wir wirklich mit einem sehr lustigen Abend mit Heinrich dem Töpfer belohnt. Die morgige Etappe wird nur 26 Kilometer lang.
Sonntag, 18. Mai 2014
Ausklang
Gründelhardt
Um 18:15 erreichen wir unser heutiges Etappenziel. Nach 31 Kilometern mit viel auf und ab sind wir doch ziemlich geschafft. Wir finden bei Heinrich dem Töpfer eine wirklich originelle Unterkunft und können uns von den Strapazen etwas erholen. Einen Gasthof gibt es in Gründelhardt leider nicht, wir haben aber genug Proviant dabei, sodass wir nicht verhungern müssen.
Burgberg
Crailsheim
Jagsttal
Anhäuser Mauer
18. Mai 2014
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| Schwarzer Adler in Wallhausen - außen etwas grau, aber sehr freundliche Bedienung und gutes Essen |
Samstag, 17. Mai 2014
Fazit des 1. Tages
Bald ist es geschafft
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| Jakobskirche Schainbach |
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| Pilger Wolfi in Reubach |
Weiter geht's
Start in Rothenburg
Dienstag, 13. Mai 2014
Abschlussbesprechung
Die Ausrüstungslisten sind wir nochmals durchgegangen. Welche Kleidung nehmen wir mit? Die Wettervorhersage sieht eigentlich recht gut aus, optimales Wanderwetter.
Auf den Smartphones wurde eine Blogger-App installiert und gleich auch mal getestet. Funktioniert, wie man sieht. Es lebe die Technik.
Wir versuchen, am Freitag Abend noch einen Pilgersegen von unserem Pater Adam zu bekommen. Samstag geht es dann um 8.00 Uhr los. Unsere Frauen fahren uns mit dem Auto nach Rothenburg. So sparen wir uns schon mal eine Stunde Anfahrt. Zunächst wollen wir noch die Kirche St. Jakobus besichtigen, die bei unserer letzten Ankunft schon geschlossen war. Der Pilgerstempel fehlt und ja auch noch.
Danach starten wir Richtung Wallhausen, etwa 28 km. Sollte eigentlich kein Problem werden. Alles weitere dann von unterwegs ...
Ultreya e suseya
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| Wolfi (Testfoto mit der Blogger-App) |
Donnerstag, 17. April 2014
Was bewegt mich dazu, den Jakobsweg zu gehen? Und vor allem: Was bewegt mich dazu, den Weg von der Haustüre aus zu laufen, und nicht die letzten 200 Kilometer?
Überhaupt aufmerksam geworden bin ich auf den Jakobsweg durch meine Eltern, die im Sommer 1995 von Astorga nach Santiago pilgerten, zu einer Zeit, als der Jakobsweg noch nicht einer breiten Öffentlichkeit geläufig war.
Ich erinnere mich noch gut daran, als ich beide mit Ihren riesigen Rucksäcken und Ihrer Pilgerkluft von deren Wohnort Schwabach nach Nürnberg zum Hauptbahnhof gebracht habe. Schon damals dachte ich mir, dass ich mir so eine Pilgereise irgendwann vielleicht auch einmal vorstellen könnte.
Erst recht, als mir meine Eltern danach Ihre Erlebnisse schilderten, von beeindruckenden Momenten erzählten, von bewegenden Augenblicken berichteten. Fotos, Erinnerungsstücke, Dokumente, die, zusammengetragen in einem Album, die Faszination dieser Reise konserviert haben.
Knapp 20 Jahre später sagt meine Mutter heute noch, dass diese Pilgerreise ihr beeindruckensdes Erlebnis war. Und immer wieder höre ich ihr gerne zu, wenn sie davon erzählt.
Mein Bruder erzählte mir einmal, dass zwei Kollegen von ihm den Jakobsweg direkt vor der Haustüre in Bamberg begonnen haben und diesen nun in Etappen auf mehrere Jahre verteilt bis nach Santiago pilgern (zwischenzeitlich sind sie fast am Ziel)
Das war die Initialzündung. Denn direkt vor meiner Haustür verläuft der mittelfränkische Jakobsweg von Nürnberg nach Rothenburg. Mir war klar, dass ich das auch nach diesem System machen werde. Ich will den kompletten Weg bis nach Santiago laufen. Einmal im Jahr eine ca.14-tägige Etappe. Nur einen Zeitpunkt für den Start hatte ich noch nicht gefunden. "Wenn die Kinder mal groß sind", habe ich mir gedacht. Doch wann sind die Kinder groß? Ist das vielleicht auch nur eine Alibi-Behauptung, um sich selbst herauszureden und den Zeitpunkt endlos hinauszuzögern? Um dann vielleicht irgendwann zu sagen, "na jetzt bin ich eh zu alt"? Nein. Mein Plan nahm konkreter Formen an und irgendwann habe ich mir gesagt: 2014!
Ursprünglich dachte ich, dass ich alleine pilgern werde, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich jemanden dazu bewegen kann, so etwas mitzumachen. Oder anders gesagt: jemanden zu finden der genauso verrückt ist wie ich.
Mit meinem Freund Roland treffe ich mich seit über 12 Jahren regelmäßig, meist Dienstagabend, um ein bisschen zu klampfen, zwei Bierchen zu trinken, Dart zu spielen ("spickern") und einfach etwas quatschen. Eher beiläufig erzählte ich von meinem Vorhaben und: Roland war sofort Feuer und Flamme. Von nun an wurde am "Programm gefeilt", mögliche Termine eruiert, im Internet recherchiert - und schon waren wir mitten drin im "Abenteuer Jakobsweg".
Und zwischenzeitlich haben wir schon, auf drei Samstage verteilt, über 90 Kilometer absolviert.
Das war sozusagen der Prolog. Am Samstag, den 17. Mai geht es von Rothenburg aus los. Ziel der ersten Etappe ist Ulm, wo wir geplant am 25.Mai ankommen wollen.
Der Weg ist das Ziel. Irgendwann werden wir auch in Santiago ankommen.
Ultreya
Dienstag, 8. April 2014
Angekommen
Nach zwei Stunden Flug sind wir sicher in Frankfurt gelandet. Hier ist unsere Pilgerreise nun vorbei. Es geht jetzt noch mit dem Auto vom Fr...
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Um 13.15 Uhr stehen wir vor der Kathedrale. Wir haben unser Hauptziel erreicht. Über 400 km in 14 Tagen. Die beiden nächsten Tage sind das S...






