Sonntag, 17. Mai 2015

Kloster Einsiedeln

Einsiedeln wurde vor über 1.000 Jahren besiedelt. Bereits 948 wurde die Klosteranlage geweiht. Die heutige Anlage wurde im 17. und 18. Jh. errichtet und zählt zu den bedeutendsten Barockbauten der Schweiz. Bekannt ist die im inneren der Kapelle befindliche Gnadenkapelle mit der schwarzen Madonna. Innen war fotografieren leider nicht erlaubt.
Marienbrunnen. Die 14 Röhren symbolisieren die 14 Nothelfer. Dem Wasser sagt man Heilkräfte nach.
 

Pilgerzimmer im Kloster

Soeben haben wir unser Zimmer bezogen.Einfach, aber gemütlich. Es hätte auch noch ein 6er-Zimmer gegeben, aber wir haben lieber je 10 Franken mehr gezahlt und dafür unsere Ruhe. Das Zimmer grenzt direkt an die Basilika

Almauftrieb

Jetz muas i aufi!Auf dem Weg zum Kloster kommen wir an einer Almauftriebs-Veranstaltung vorbei

Galgenchapelli

Unterwegs haben wir Klaus aus Ahlen getroffen. Er ist auf dem Pilgerweg nach Rom. An der Galgenchapelli machen wir eine kleine Mittagsrast.

Teufelsbrücke

Das  "Teufelsbrüggli". Im dem Haus, das im Hintergrund zu sehen ist, wurde der Arzt und Philosoph Paracelsus geboren.

St. Meinrad

Schon um 10.45 Uhr erreichten wir - nach teilweise steilem Aufstieg - den Etzelpass mit dem Kirchlein St. Meinrad. 
Dort machen wir eine kleine Verschnaufpause. Wir treffen Johanna und die Jungs aus Ulm wieder.

Aufbruch nach Einsiedeln

Wir haben ganz gut geschlafen. Lag vielleicht auch an den Ohrstöpseln. Im angrenzenden Gebäude war eine Firmenfeier, die bis tief in die Nacht gedauert hat. Nachdem die heutige Etappe nur 13 km lang ist, lassen wir es gemütlich angehen. Wir frühstücken ausgiebig und laufen gegen 9.30 Uhr.los.
Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto. Die Ulmer (zum Zeitpunkt der Aufnahme schon unterwegs) und Johanna pilgern weiter, Die beiden Mädels aus München (links von mir) fahren wieder heim.


Blick auf den Lützelhof und den Zürichsee

Samstag, 16. Mai 2015

Abendessen

Hartwurst, Käse und Brot. Zu einer einfachen Unterkunft passend auch ein einfaches Mahl...

Unser Quartier für die Nacht

Nachdem die Herberge in Rapperswil belegt ist,  sind wir im Matratzen- bzw. Strohlager am Lützelshof in Pfäffikon untergekommen.

Pilgerweg über den Zürichsee

Seit 3500 Jahren gibt es eine Fußgängerverbindung über den Zürichsee.  Der jetzige Holzsteg wurde 2006 eingeweiht.

Bierchen in Rapperswil

Direkt am Zürichsee ist ein "Pilgerplätzli", an dem wir ein Päuschen machen. Wir gönnen uns für 4 Franken (= 4 Euro!!) ein  0,33 l Quöllfrisch

Pilgerherberge Rapperswil


Die Pilgerherberge in Rapperswil ist leider belegt, wir haben sie trotzdem mal besichtigt. Hospitalera Petra bietet uns an, dass wir auf einer Liege am Gang schlafen können. Das möchten wir aber nicht. Petra ist auch schon ein alter "Pilgerhase", Sie gibt uns den Tipp, bei der Pilgerunterkunft in Pfäffikon anzurufen. Dort sind tatsächlich noch Plätze frei.

Mittagsrast

Kurz vor Moos machten wir eine kleine Vesperpause.

Im Tösstal (um vorherige Posts von dieser Tour zu lesen bitte auf "ältere Posts" klicken)

Der Weg ging anfangs viel an der Straße entlang.  Abschnitte auf Wegen wie diesem waren leider selten.

Aufbruch nach Rapperswil


Nachdem die Mitpilger aus Ulm schon um 7.00 Uhr lautstark 
zum Frühstück gingen und wir davon wach wurden,  kamen auch wir heute eine halbe Stunde früher weg. Nach einem leckeren Frühstück verabschiedten wir uns von Karin. Sie hat jedem von uns ein kleines Schächtelchen mitgegeben, in dem ein Segenswunsch ist.
Das Wetter ist etwas besser als gestern,  es regnet zumindest nicht. 
Der Hof von Karin und Marcel war unsere Pilgerunterkunft

Freitag, 15. Mai 2015

Geschafft....

... im wahrsten Sinne des Wortes. 28 Kilometer bei Dauerregen sind kein Zuckerschlecken. Gegen 18:30 erreichen wir unsere Unterkunft bei Fam. Gafner in Steg, wo wir herzlich empfangen werden. Wir stellen unsere nassen Schuhe in die Küche und stopfen sie mit Zeitungspapier aus. Rösti und Bratwurst (hatten wir das nicht gestern auch schon?) wecken unsere Lebensgeister wieder. 4 Jungs aus Ulm, die auch auf Pilgertour sind und hier übernachten, haben es sich einfacher gemacht: Sie sind die Etappe von Tobel nach Steg mit der Bahn gefahren.

unser Pilgerzimmer

Verdiente Pause am Hörnli

Sind seit der Mittagspause über 500 Höhenmeter gekraxelt. sitzen jetzt Berggasthof Hörnli auf 1.100 Metern und lassen uns Bier und Kaffee schmecken. Mittlerweile hat es auch aufgehört zu regnen.

Rast im Kloster Fischingen

Wir erreichen tropfnass das Kloster. Wir dürfen dort das Bierstüberl nutzen, um uns aufzuwärmen und Brotzeit zu machen.

Heilige Idda

Der Legende nach werden die Schmerzen und Blessuren an den Füßen der Pilger gelindert, wenn sie diese in einen Schacht unterhalb des Grabmals der Hl. Idda halten. Wir haben es ausprobiert. Ob es funktioniert hat ? Wir werden sehen.

Es regnet in Strömen

Seit zweieinhalb Stunden laufen wir durch strömenden Regen. Jetzt haben wir uns bei einem Supermarkt mit Brotzeit eingedeckt. Es wird wohl noch den ganzen Tag so bleiben

Aufbruch zum zweiten Tag

An diesem schönen Kreuz verabschiedeten wir uns von Fredi, mit dem wir ein paar schöne Stunden verbracht haben. Um 9.15 Uhr machten wir uns bei strömendem Regen auf den Weg.

Regen

Der Blick aus dem Fenster verheißt nichts gutes: Es regnet und ist kalt, wie angekündigt. Auf dem Hörnli, welches wir heute überschreiten werden,  hat es gerade mal 4 Grad.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Gemütliches Beisammensein

 Fredi bereitete uns ein leckeres Abendessen mit OLMA-Bratwurst und Rösti.


Es war ein sehr schöner Abend. Fredi erzählte viel und schenkte uns noch ein paar Schnäpsle ein
Etwas geschafft von den Eindrücken des ersten Tages fielen wir gegen 22.30 Uhr in die Betten.

St. Johannes Kirche in Tobel

Danach besichtigten wir noch in Tobel die Kirche. Fredi erzählte uns allerelei Wissenswertes über die lokale Geschichte. 

Jakobuskirche in Lommis

Unsere "Herbergsvater", Fredi Stulz, zeigte uns, bevor wir zu unserem Quartier fuhren,  noch die Jakobskirche in Lommis.

Kurz vor dem Tagesziel

Inzwischen war es frühsommerlich warm geworden.  Gefühlt ging es viel bergauf und auf Teerstraßen. Über Märstetten, Amlikon und Affeltrangen erreichten wir Tobel gegen 18.00 Uhr.  Hier holte uns unser Gastgeber mit dem Auto ab, da er etwas abseits vom Weg wohnt.

Franken Für Franken

Nachdem die Schweiz ja bekanntlich nicht zur Europäischen Währungsunion gehört, versorgen wir uns am Geldautomaten in Märstetten mit Franken. Nachdem die Schweizer Nationalbank den Kurs des Euro zum Franken auf 1:1 gesetzt hat, ist das ganze ein teurer Spaß.


Mittagsrast

Zunächst ging es weiter durch einen Wald, dann durch kleine Orte und an Wiesen und Feldern entlang.  Gegen 13.00 Uhr kamen wir an einen schönen Rastplatz. Dort trafen wir auf viele andere Pilger.

Kapelle Bernrain

Kapelle Bernrain

Zunächst ging es durch Kreuzlingen. Das Laufen durch eine Stadt ist eher unspektakulär. In einem kleinen Tal war ein Kreuzweg angelegt.  Oben erreichten wir die Kapelle Bernrain, erbaut 1388, seit dem 15. Jh. ein Wallfahrtsort., die wir kurz besichtigten und eine Trinkpause einlegten.

Auf geht's nach Konstanz

Abfahrt in Nürnberg
Um 6.00 Uhr ging das Abenteuer los. Mit einem gemieteten Fiat 500 fuhren wir nach Konstanz. Das ging wesentlich schneller und günstiger als mit der Bahn. Im Bereich von Schwenningen wurde uns etwas mulmig, denn wir fuhren durch strömenden Regen und hofften, dass dieser uns nicht unbedingt bis Konstanz begleitet. 
Dem war auch nicht so, in Konstanz schien die Sonne. Wir gaben das Auto ab und stiegen an der nahe gelegenen Haltestelle in den Bus zum Münster. Dort begann unsere Pilgerreise offiziell. Wir zündeten jeder eine Kerze an, danach ging es los Richtung Grenze. Kontrolliert wurden wir nicht und so betraten wir die Schweiz.
Grenzübergang Kreuzlingen
Ankunft in Konstanz

Sonntag, 19. April 2015

St. Jakobus/St. Ägidius in Buttendorf



Nachdem wir in knapp vier Wochen mit unserem Jakobsweg durch die Schweiz beginnen habe ich diesen sonnigen Sonntag genutzt, um ein bisschen zu "trainieren". Roland ist in Amerika, deshalb bin ich alleine losgetrabt.
Auf unserer Wanderung von Nürnberg nach Heilsbronn im März 2014 haben wir die Jakobskirche in Buttendorf aufgrund des Regens leider ausgelassen.
Dies habe ich heute zum Anlass genommen, genau dorthin zu laufen und meinen Pilgerpass mit dem noch fehlenden Stempel zu ergänzen.
Ich bin also wieder von Zuhause aus auf dem Jakobsweg über Deutenbach, Unterweihersbuch und Roßtal losgelaufen und habe nach rund 15 Kilometern gegen 13:15 Buttendorf erreicht. Dort holte ich mir den Stempel und machte eine kleine Mittagspause.




Die Kirche wird 1414 erstmal urkundlich erwähnt, stammt vermutlich aber schon aus dem 12. Jh.  Seit 1430 untersteht die Kirche der Pfarrei Roßtal, der Name wechselte immer wieder zwischen den Patrozinien St. Ägidius und St. Jakobus. Leider konnte ich bislang keine Erklärung dafür finden.
Die letzte Renovierung des wirklich sehr schmucken Kirchleins fand 1993 statt.

Danach ging es wieder Richtung Heimat, allerdings nicht mehr auf dem Jakobsweg. Das wäre mir etwas zu eintönig gewesen. Von Buttendorf  aus nahm ich den Weg über Stöckach, Lind, Ober- und Unterasbach und Stein und kam gegen 17 Uhr nach gesamt 32 Kilometern wieder Zuhause an.
Fazit: Eine sehr schöne Wanderung, aber zu zweit macht es mehr Spaß.


Angekommen

Nach zwei Stunden Flug sind wir sicher in Frankfurt gelandet. Hier ist unsere Pilgerreise nun vorbei. Es geht jetzt noch mit dem Auto vom Fr...